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50 Jahre VSV-Vereinsgeschichte |
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| Die Anfänge (1952 - 1961) |
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Am 1. Juli 1952 wurde in der Gemeinde Bokholt-Hanredder
erstmalig ein Sportverein von 90 Mitgliedern gegründet. Grundlage hierfür war
ein großer Bevölkerungszuwachs durch die Aufnahme vieler Flüchtlinge in den
Nachkriegsjahren. Für ein Zusammenwachsen aller Bevölkerungsschichten und zur
Ablenkung und Beschäftigung bot sich als Lösung der Sport, vor allem der
Mannschaftssport, an. Als sich die Möglichkeit ergab, den Grünplatz des
Gastwirtes Fritz Eggert in der Bahnhofstraße zu nutzen, war die Gründung eines
Sportvereins die Lösung. Der erste Vorstand setzte sich damals aus dem 1.
Vorsitzenden Hans Hermann Holtz, dem 2. Vorsitzenden Ernst Ferstl,
Schriftführer Karlheinz Hofmann, Kassenwart Walter Klotz und dem Jugendleiter
Karl-Otto Zander zusammen. Als Hauptsportart wurde dem Kreisverband
Leichtathletik gemeldet, als Nebensportarten Handball, Fußball, Tischtennis,
Boxen und Judo, Faustball. Vereins- bzw. Spieltracht wurde grüne Hose, weißes
Hemd. Schon im März des nächsten Jahres war die Mitgliederzahl auf 132 – davon
nur 36 Mädchen und Frauen - angestiegen, getragen von folgenden
Abteilungsleitern: Fußball - Walter Harder; Handball - Manfred Schwarz; Boxen -
Herr Krüger; Judo - Gerhard Keller; Leichtathletik - Ernst Ferstl; Schwimmen -
Walter Krause; Tischtennis - Manfred Schwarz; Frauen - Christa Krüger; Mädchen
- Frau Wicek.
Das Vorhandensein eines Sportplatzes begünstigte natürlich
die Hand- und Fußballsparte, so dass schon bald für jede dieser Sportarten 4
Mannschaften gemeldet werden konnten. Da eine Umkleidekabine nicht vorhanden
war, mussten sich unsere Sportler im nahegelegenen Bahnhofsgebäude in einem
nicht mehr benötigten Gepäckraum umziehen, später wurde auf dem
Sportplatzgelände ein kleines Holzhäuschen errichtet. Duschen oder sanitäre
Anlagen gab es schlichtweg nicht, aber immerhin eine Schwengelpumpe im
Hofplatz. Die zunächst stark frequentierte Leichtathletikgruppe wurde nach dem
Zuschütten der provisorischen Sprunggrube ziemlich schnell aufgelöst, dafür
entstand unter der Leitung von Christa Krüger eine Gymnastikgruppe, die
überwiegend mit Reifen und Keulen arbeitete. Zu jeder Übungsstunde wurden
damals die benötigten Sportgeräte von der Schule zum Sportplatz zu Fuß oder per
Rad befördert. Bei schlechtem Wetter oder vor Aufführungen – z.B. zum Schulfest
– stand der Saal des Hotels „Grüner Wald“ zur Verfügung, wo man dann auch die
Möglichkeit musikalischer Begleitung hatte. Schwieriger gestalteten sich die
Trainingsmöglichkeiten der übrigen Sparten: Die Schwimmer hatten die Erlaubnis
der Stadt Barmstedt, die damalige Badeanstalt „Großendorfer Straße“ in
Barmstedt mitzubenutzen. Tischtennis wurde im Pavillon des Hotels „Grüner Wald“
Ecke Haupt-/Bahnhofstraße gespielt, die übrigen Sportarten wurden in den Räumen
der Grundschule ausgeübt.
Trotz dieser schwierigen Verhältnisse wurden von den VSV-Sportlern viele Siege errungen und
gute Platzierungen erzielt. Die Fußballer – u.a. Kurt Kallies, Kalli Voß, Bubi
Sommer, Rolf Neuberger, Siegfried Hagenstein, Klaus Bergmann, Dieter Schremmer,
Ernst-August Weich, Werner Siemsen, Joh. Grentzenberg, Heinz und Adolf Witt,
Hans Weihrauch, Günter Behrwald, Erwin Bein, H. Trojahn, Rudolf Laß, P. Marx,
Walter Harder, Karlchen Krause, Ewald Boldt, Hans Reumann, Günter Marquardt, Armin
Matejka, Willi Harder - arbeiteten sich immerhin in ihrer Staffel, der
Kreisklasse VI, in der Saison 1955/56 auf den dritten Tabellenplatz hinter VfL
Pinneberg und TuS Sparrieshoop vor. Besonders erfolgreich war die
Handball-Schülermannschaft, u.a. mit Gerd Wohlt, Heinz Eggert, Günter und
Jürgen Kowalski, Ernie Müller, Jens Lindemann, Karl-Heinz Strunk, Werner
Engler, Holger Wolters, Uwe Holtz, Hermann Schalupski, Helmut Kielau, Siegfried
Müller, Dirk Feldmann, Lutz Frankenberg und Wilfried Lehmann, die durch den
großen Einsatz ihres Trainers Manfred Schwarz im Jahr 1954 die Hamburger
Vizemeisterschaft errang.
Ein ganz besonderes Ereignis waren sicherlich zwei von
Christa Krüger organisierte 14-tägige Freizeitfahrten in den Harz für die
Jugendlichen im Sommer 1952 und 1953. Nach Bahnanreise wanderte die Gruppe von
Jugendherberge zu Jugendherberge durch den Harz und versorgte sich überwiegend
selbst. Doch auch die Fußballer reisten Ende der fünfziger Jahre auf Einladung
mit dem Zug über Pfingsten Richtung
Rostock und Stralsund, wo sie 2 Fußballspiele absolvierten, Unterbringung
privat bei gastgebenden Vereinen.
Als dann die Vertriebenen seit dem Jahre 1955 zu einem
großen Teil durch Erhalt von Arbeitsplätzen aus der Gemeinde fortzogen, sank
die Mitgliederzahl des VSV merklich. Auch ein Vorstandswechsel im Juli 1959 –
das Amt des 1. Vorsitzenden übernahm Walter Harder, 2. Vorsitzender wurde Armin
Matejka, Kassenwart Günter Marquardt - konnte die Negativentwicklung nicht
ändern. Der Anfang vom Ende kam für den VSV, als im Oktober 1960 durch
Grundstücksverkauf der Sportplatz dem Verein nicht mehr zur Verfügung stand und
somit der Punktspielbetrieb eingestellt werden musste. Hoffnungen auf eine
Ersatzlösung durch die Gemeinde oder eine Sondergenehmigung des
Fußballverbandes hielten eine restliche Fußballmannschaft zusammen, die als
reine „Reisemannschaft“ in den Umlandgemeinden Freundschaftsspiele durchführte,
wofür sie den kleinen VW-Bus der Firma Strunk nutzen durfte. Bemühungen um eine
Ersatzlösung waren vergebens, so dass im Herbst 1961 der damalige 1.
Vorsitzende Matejka den VSV nun auch beim Fußballverband Hamburg abmelden und
damit in einen ungewollten „Winterschlaf“ schicken musste.
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| Die Wiedergründung (1977 - 1978) |
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Als dann im Mai 1977 die Feuerwehr der Gemeinde Bokholt-Hanredder ihr 50-jähriges Jubiläum feierte und als Programmpunkt u.a. am
Himmelfahrtstag ein Fußballspiel zwischen der Feuerwehr und einer
Gemeindeauswahl durchführen wollte, fanden sich sehr schnell Fußballer aus der
Gemeinde zu einer Mannschaft zusammen, die dann dieses erste Spiel knapp mit
6:5 für sich entscheiden konnten. Die Freude am Fußballspielen war geweckt, und
so wollten die Akteure nun weiterhin in ihrer Gemeinde Fußball spielen. Aus
diesem Grunde hatten sie zu einer Versammlung bei Wöbcke in Offenau eingeladen,
um alle fußballinteressierten Bürger der Gemeinde anzusprechen.
Eine falsche Pressemitteilung in der BZ, die von einer
Gründung eines eigenen Sportvereins sprach, führte zunächst bei den Beteiligten
zu einer gewissen Ratlosigkeit, doch dann machte man aus der Not eine Tugend
und nahm auf der Bürgerversammlung vom 30.6.1977 die Gründung eines
Sportvereins in Angriff.
Ein Sechsergremium übernahm intensive Vorbereitungen wie
Befragung der Einwohner, Ausarbeitung einer Satzung, Gespräche mit anderen
Vereinen, Sportverbänden und Sporttreibenden und lud dann zu einer
Gründungsversammlung ins „Café Kruse“ am 25. Juli 1977, zu der dann doch nur
enttäuschend wenige 48 Interessierte kamen. Diese erfuhren dann, dass bereits
vor fast genau 25 Jahren ein Sportverein unter dem Namen „Voßlocher
Sportverein“ mit damals 90 Mitgliedern gegründet worden war, der dann aber aufgrund
sinkender Mitgliederzahlen im Jahre 1961 eingeschlafen sei.
47 Gründungsmitglieder des neuen Sportvereins legten als
neue Sparten zunächst Gymnastik für jedermann, Tischtennis, Fußball und
Kinderturnen fest, wofür Räumlichkeiten in der Schule zur Verfügung gestellt
wurden. Bei den anschließenden Wahlen wurde das Sechsergremium wie folgt in den
Vorstand des jungen Vereins einstimmig gewählt: 1. Vorsitzender wurde
Hans-Joachim Steinhoff, 2. Vorsitzender Heinz Zunker, Kassierer Max Kuschert,
Schriftführer Walter Finck, Jugendausschussleiter Joachim Zunker. Die
Mitgliedsbeiträge wurden auf 3,-- DM für Erwachsene und 1,-- DM für Kinder und
Jugendliche festgelegt.
Differenzen gab es bei den Anwesenden bei der Namensgebung
des Vereins. Nach einer Abstimmung durch „Hammelsprung“ setzte sich dann knapp
der schon 1952 gefundene Name „Voßlocher Sportverein“ gegenüber dem Vorschlag
„Sportverein Bokholt-Hanredder“ aufgrund der langen und guten Tradition des
ursprünglichen Vereins durch. Der neue Vorsitzende Steinhoff sprach den Wunsch
aus, dass sich der jetzt wiedergegründete Verein des alten Namens würdig
erweise und an die sportlichen Erfolge seines Vorgängers anschließen möge und
dankte der Gemeindevertretung, vertreten durch Bürgermeister Hartmut Pagenkopf,
für die zugesagte Unterstützung räumlicher und finanzieller Art und führte aus:
„Um die aktiven Sportler in unserer Gemeinde nicht an fremde Vereine zu
verlieren, war die Gründung eines eigenen Vereins unbedingt erforderlich,
außerdem können wir nur mit einem eigenen Sportverein Kreis- und Landesmittel
zum Ausbau von Sportstätten in Anspruch nehmen.“
Die ersten sportlichen Aktivitäten wurden umgehend in
Angriff genommen, denn schon am 1. August 1977 wurde der erste
Tischtennis-Abend durchgeführt, der aufgrund des großen Andranges schon eine
Woche später zu einer Aufteilung in zwei Gruppen - Jugendliche bis 16 Jahre und
Erwachsene - mit je zwei Trainingsstunden hintereinander führte. Auch das
Turnen für Kinder im Vorschulalter unter der Leitung von Gabriele Sanchez wurde
im August in der Schule aufgenommen. Natürlich war das „Bolzen“ am neuen
Feuerwehrgerätehaus donnerstags ab 18.30 Uhr bereits fester Bestandteil der
Aktivitäten, die Trainingsleitung übernahm Dirk Witt.
Diese Wiederanfänge der „kleinsten Sportfamilie im Kreis
Pinneberg“ waren nur möglich durch unglaublichen Elan und Einsatzbereitschaft
aller Beteiligten, denn vor jedem Training mussten in der Schule erst einmal
die Tische und Stühle beiseitegeräumt werden. Danach geschah dasselbe in
umgekehrter Reihenfolge, damit die Grundschüler am nächsten Tag normal ihren
Schultag beginnen konnten.
Auch die Fußballer standen vor dem Problem, dass es zwar
eine Fußballabteilung gab, jedoch auf einem Platz gekickt werden musste, der
einer gemähten Wiese glich, auf der vor kurzem wirklich noch Kühe weideten, so
dass im Grunde eher eine „Feierabend-Bolzerei“ nur möglich war, im Winter
mussten auch sie in der Schule mit einem Softball kicken. Auch die Notlösung des
„Platzes Westerfeld“, die regelmäßig vor dem Beginn des Fußballspielens das
Aufsammeln größerer Steine erforderlich machte, ließ keinen normalen
Spielbetrieb zu, so dass man für Freundschaftsspiele auf Großzügigkeit anderer
Vereine wie Lutzhorn, Barmstedt und Elmshorn, angewiesen war. „Prinzip
Hoffnung“ und Durchhaltevermögen waren gefragt. Immerhin wurde seitens der
Gemeinde an den Bau einer Sporthalle frühestens im Jahr 1980 gedacht, ein
Antrag des VSV-Vorstandes für die Schaffung eines Sportplatzes lag auch bereits
vor.
Trotzdem freuten sich schon im Oktober 1977 schon immerhin
71 VSV-Mitglieder auf das Rückspiel gegen die Feuerwehr-Elf, das anlässlich der
Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses ausgetragen wurde und mit immerhin
4:1 für die VSV-Kicker endete. Das gute Verhältnis zur Feuerwehr ermöglichte
dann auch die erste Weihnachtsfeier des VSV im festlich hergerichteten
Gerätehaus , an der von zwischenzeitlich 86 Mitgliedern des Vereins 75 Personen
teilnahmen. Bei einer Schlittenfahrt im Januar 1978 durch den Voßlocher Wald,
unterstützt durch Lescows Pferd „Fanny“, mit anschließendem Punschumtrunk zum
Aufwärmen war die Beteiligung ähnlich hoch. Im Januar 1978 nahm der VSV als vierte Disziplin
Damengymnastik in sein Programm auf, das Fußballtraining wurde auf den Sonntag
verlegt, außerdem wurde ein Lauftraining für Interessierte einmal wöchentlich
angeboten.
Mittlerweile nahmen sich in der Gemeinde anlässlich der
bevorstehenden Wahlen alle Parteien des Problems der Sportanlagen mit
Forderungen nach der Errichtung eines Sportplatzes neben der Schule sowie
Ausbau eines Gemeinde- und Sportzentrums an. Der VSV entwickelte sich zum
Gesprächsstoff in unserer Gemeinde.
Die erste Jahreshauptversammlung des VSV führte zu einem
Wechsel im Vorstand. Den Posten des 2. Vorsitzenden übernahm Heinz Wolff, dafür
wechselte Heinz Zunker in den Ausschuss „Sportstättenbau“, weitere Mitglieder
dieses Ausschusses, in den große Hoffnungen gesetzt wurden, waren Gerhard Wohlt
und Henri Wiebicke. Es wurde festgestellt, dass der VSV nun als eingetragener
Verein gelte und zwischenzeitlich dem Kreis- und Landessportverband
angeschlossen sei. Ein Festausschuss wurde gewählt, denn in dieser Zeit der
sportlichen Notlösungen waren Veranstaltungen wie Faschingsfest, Wanderungen,
Fahrrad- oder Autorallye, Weihnachtsfeiern und Skatturniere für den
Zusammenhalt der Mitglieder und Dorfbewohner unserer Gemeinde ein wichtiger
Schwerpunkt. Ein großer Erfolg wurde im Mai 1978 die erste
Fahrradrallye mit über 100 Teilnehmern unter Mitwirkung von DRK-Mitgliedern und
der Leitung von Arnhold Neumann sowie des örtlichen Polizeibeamten Erich Pingel
mit anschließendem Grillen und Schatzkistensuche für die Kinder.
Eine außerordentliche Mitgliederversammlung im Juli 1978
führte zu einem erneuten Vorstandswechsel: Den Vorsitz übernahm Otto Maychrzak,
ehemaliger Handballnationalspieler und unter dem Namen „Atom-Otto“ bestens
bekannt, der dann auch die Damengymnastikgruppe leitete, die ebenfalls in der
Schule trainierte. Zum 2. Vorsitzenden wurde Klaus Junghans gewählt, die
Leitung des Jugendausschusses wechselte an Peter Zielke. Schon ein Jahr später,
also im August 1979, übernahm Werner Brand das Amt des 1. Vorsitzenden, der
durch seine Fachkenntnisse vor allem im Fußballbereich den Verein in den
nächsten Jahren wesentlich voranbrachte. Peter Zielke übernahm von Max Kuschert
das Amt des Kassenwartes, Gerhard Wohlt wurde für Peter Zielke Leiter des
Jugendausschusses. Dieser relativ häufige Wechsel im Vorstand mag
verdeutlichen, wie schwierig, nerven- und zeitraubend die Vorstandsarbeit in
den ersten Jahren des Wiederaufbaus war.
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| Der VSV im Wachstum (1979 - 2002) |
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Mit der Fertigstellung der Sportplatzanlagen 1979/80 und
der Mehrzweckhalle 1981, die dann in Anwesenheit des damaligen
Ministerpräsidenten Gerhard Stoltenberg am 2. März 1982 feierlich eingeweiht
wurde, verbesserten sich die sportlichen Angebote und Möglichkeiten des VSV und
dadurch auch die Mitgliederzahlen grundlegend. Neue Abteilungen wie Badminton,
Sen. Gymnastik der Damen sowie Sport für jedermann der Herren wurden eröffnet.
Trotz der finanziellen Unterstützung durch die Gemeinde war allerdings auch
weiterhin aktive Eigenleistung immer wieder gefragt. So wurde die
Flutlichtanlage überwiegend von der Fußballabteilung unter Leitung von Gerd
Wohlt erstellt.
Rechtzeitig zur Feier des 30-jährigen Vereinsjubiläums im
Jahr 1982, an der alle bisherigen Vorsitzenden des VSV teilnehmen konnten,
waren alle Außenanlagen um die Mehrzweckhalle herum fertig und für den
Spielbetrieb voll nutzbar – das Großfeld als wunderschöner Rasenplatz und das
Kleinfeld geeignet für Tennis, Basketball u.ä.
Besonderen Anteil am „Aufstieg“ hatte die im Jahre 1985
zur 2. Vorsitzenden gewählte Antje Mohr, die in besonderem Umfang durch
zahlreiche Lehrgänge den Gesundheitssport - Ball-Stik, Konditionstraining,
Rückenaufbaugymnastik usw. – im VSV etabliert und neue Sparten aufgebaut hat
und auch die Tanzabteilung ins Leben rief. Auch die Planung und Durchführung unzähliger
Festivitäten und Ausfahrten wurden von ihr mit unglaublichem Einsatz
übernommen.
Von Sören Mohr wurde eine Volleyballgruppe gegründet, die bis 1998 existierte.
Im Jahr 1992 wurde dann das 40-jährige Jubiläum des VSV
ganz groß gefeiert, das ganze Dorf machte beim „Spiel ohne Grenzen“ und beim
übrigen ganztätigen Festprogramm mit, hervorragend vorbereitet vom damaligen
Vorstand - 1. Vorsitzender Werner Brand, 2. Vorsitzende Antje Mohr, 1.
Kassenwartin Andrea Küster, 1. Schriftwart Rüdiger Heinrich, 1. Jugendwart Gerd
Nebel, 2. Kassenwartin Annelene Maaß-Hell, 2. Schriftführerin Sieglinde
Nießner, 2. Jugendwart Max Kuschert.
1993 wurde Wolfgang Mohr zum 1. Vorsitzenden gewählt,
Werner Brand wurde für seinen unermüdlichen Einsatz in 14-jähriger
Vorstandsarbeit zum Ehrenvorsitzenden ernannt, 2. Vorsitzender wurde Wolfgang
Schmidt, das Amt der 1. Schriftwartin übernahm Sieglinde Nießner, 1. Jugendwart
wurde Sören Mohr.
Durch die Erweiterung des Sportangebotes wurde es immer
problematischer, allen Abteilungen bei Erstellung des Hallennutzungsplans
gerecht zu werden. Seit August 1995 wurden von Antje Mohr Kurse für Callanetics
und Beckenboden angeboten, unterstützt wurde sie dabei von Christa Dau. Im
Oktober 1996 wurde eine Gymnastikgruppe für Männer sen. Eingerichtet. Für alle
Angebote, die von Antje Mohr geleitet werden, ist der Voßlocher SV seit 1997 mit
dem Prädikat „Pluspunkt Gesundheit“ und zusätzlich seit 2001 mit dem
Qualitätssiegel „Sport pro Gesundheit“ ausgezeichnet worden. Hohe
Ausbildungsforderungen in „Sport in der Prävention“ und permanente
Fortbildungen der Übungsleiter sind Kriterien dafür, dass der Verein diese
Gütesiegel erhält. Auch die inhaltliche Qualität der Angebote wird überprüft.
Der Mangel an Umkleide- und Duschmöglichkeiten für unsere
Fußballer war der Auslöser einer Planung für einen Anbau. 1994 auf der
Jahreshauptversammlung wurde beschlossen, einen Anbau mit Dusch- und
Umkleideräumen sowie einen kleinen Gymnastikraum zu errichten. Wolfgang Mohr
verteilte ein Schreiben an die Vereinsmitglieder, in dem er um Unterstützung
bat. Freiwillige Helfer und Mitglieder, die Werkzeug und andere Arbeitsgeräte
zur Verfügung stellen, wurden gesucht und gefunden. Im September 1994 wurden
die ersten Arbeiten aufgenommen. Im Oktober begannen die Maurer- und
Betonarbeiten. Im November wurde der Dachstuhl von VSV-Helfern errichtet, der
Hauptverantwortliche bei dieser Aktion war Erhard Wiebicke. Am 12.11.1994 wurde
Richtfest gefeiert. Bei kaltem Regenwetter wurden die Dachrinnen angebracht,
wobei der VSV große fachmännische Unterstützung von Andreas Kaczmarek bekam.
Noch vor Wintereinbruch wurde das Dach von VSV-Mitgliedern
gedeckt, so konnten während des Winters die Innenarbeiten gemacht werden.
Wochenende für Wochenende, sogar an hohen Feiertagen, wurde gearbeitet. Etwa 50
Mitglieder haben während der Bauphase mitgeholfen, dennoch gab es einen so
genannten harten Kern von Aktiven, die mit ihrer Arbeitskraft fast jedes
Wochenende und teilweise in der Woche zur Verfügung standen. Erhard Wiebicke,
Ralf Kröger, Wolfgang und Antje Mohr, Wolfgang Schmidt, Gerd Nebel, Max
Kuschert, Uwe Skerswetat, Peter Sägebarth, Wilfried Wenske und Kurt Schönfeldt
waren vom ersten bis zum letzten Tag unermüdlich dabei und haben 40 bis
teilweise über 300 Stunden ehrenamtlich geleistet. Insgesamt wurden ca. 2500
Stunden Eigenleistung erbracht.
Am 23. Juni 1995 wurde der insgesamt 170 Quadratmeter
große Anbau mit einer offiziellen Feierstunde eingeweiht. Für die zahlreichen
Helfer gab es ein „Dankeschönessen“ und für die besonders Fleißigen kleine
Präsente.
Bei den Vorstandswahlen 1996 übernahm Andrea Kröger das
Amt der 1. Kassenwartin, Gaby Kisse wurde 1. Jugendwartin.
Besonderen Anklang fanden die in der kleinen Halle neu angebotenen
Step-Aerobic- und Callanetics-Kurse unter Leitung von Sandra Zeug, Antje Mohr
und Christa Dau.
Im Sommer 1997 wurde anlässlich des 45-jährigen Bestehens
des VSV ein „Tag der offenen Tür“ veranstaltet, wobei sich fast alle Sportarten
unter reger Beteiligung der Bevölkerung vorstellten und zum Mitmachen
animierten. Besonderen Anklang fanden die in der kleinen Halle neu angebotenen
Step-Aerobic- und Callanetics-Kurse unter Leitung von Sandra Zeug und Antje Mohr.
Im Jahr 1999 wurde Arnhold Neumann zum 2. Vorsitzenden
gewählt, Maike Bornholdt wurde 1. Jugendwartin. Alle übrigen 1993 gewählten
Vorstandsmitglieder blieben bis heute in ihren Ämtern.
Im Jubiläumsjahr 2002 zählt unser VSV mit seinen 734
Mitgliedern schon nicht mehr zu den kleinen Vereinen im Kreis Pinneberg,
sondern ist zwischenzeitlich durch Auftritte einzelner Sparten – vor allem der
Ball-Stik-Gruppe – weit über seine Grenzen hinaus eine bekannte Größe.
Seit 1977 gehörten außer den jeweiligen Vorsitzenden
folgende Personen den Vorständen an: Heinz Zunker, Joachim Zunker, Walter
Finck, Heinz Wolf, Max Kuschert, Klaus Junghans, Peter Zielke, Gerhard Wohlt,
Maren Langmaack, Hans-Heinrich Reumann, Jürgen Schulz, Benno Hoff, Eckhard
Klose, Dieter Meyn, Antje Mohr, Annelene Maaß-Hell, Andrea Küster, Gerd Nebel,
Sören Mohr, Rüdiger Heinrich, Sieglinde Nießner, Jörg Vollstedt, Wolfgang
Schmidt, Andrea Kröger, Gaby Kisse, Claas Hofmann, Arnhold Neumann. Sollte
jemand vergessen worden sein, so ist das bestimmt unbeabsichtigt.
Im Laufe der Vereinsgeschichte wurden folgende Mitglieder
für ihren besonderen Einsatz im Voßlocher Sportverein zu Ehrenmitgliedern
ernannt: Werner Brand – Ehrenvorsitzender, Henri Wiebicke, Walter Finck und
Antje Mohr.
Allen Genannten und den vielen ungenannten Vereinsmitgliedern
sei an dieser Stelle Dank gesagt für ihre ehrenamtliche Tätigkeit und ihre
Einsatzbereitschaft in den letzten 50 Jahren. Sie haben alle, jeder nach seinem
persönlichen Einsatz, einen Anteil daran, dass unser VSV zu dem werden konnte,
was er heute ist – der größte aktive Verein in unserer Gemeinde, der aus dem
Gemeinschaftsleben in Bokholt-Hanredder nicht mehr wegzudenken ist.
Für die Zukunft hofft der Vorstand auf die weitere
Bereitschaft vieler Ehrenamtlicher und wünscht allen Mitgliedern viel Freude
und Erfolg im nun 50-jährigen Voßlocher Sportverein.
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© 2002 - 2010 Vosslocher Sportverein
Der Vorstandsvorsitzende
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