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50 Jahre VSV-Vereinsgeschichte
 
Die Anfänge (1952 - 1961)
 

Am 1. Juli 1952 wurde in der Gemeinde Bokholt-Hanredder erstmalig ein Sportverein von 90 Mitgliedern gegründet. Grundlage hierfür war ein großer Bevölkerungszuwachs durch die Aufnahme vieler Flüchtlinge in den Nachkriegsjahren. Für ein Zusammenwachsen aller Bevölkerungsschichten und zur Ablenkung und Beschäftigung bot sich als Lösung der Sport, vor allem der Mannschaftssport, an. Als sich die Möglichkeit ergab, den Grünplatz des Gastwirtes Fritz Eggert in der Bahnhofstraße zu nutzen, war die Gründung eines Sportvereins die Lösung. Der erste Vorstand setzte sich damals aus dem 1. Vorsitzenden Hans Hermann Holtz, dem 2. Vorsitzenden Ernst Ferstl, Schriftführer Karlheinz Hofmann, Kassenwart Walter Klotz und dem Jugendleiter Karl-Otto Zander zusammen. Als Hauptsportart wurde dem Kreisverband Leichtathletik gemeldet, als Nebensportarten Handball, Fußball, Tischtennis, Boxen und Judo, Faustball. Vereins- bzw. Spieltracht wurde grüne Hose, weißes Hemd. Schon im März des nächsten Jahres war die Mitgliederzahl auf 132 – davon nur 36 Mädchen und Frauen - angestiegen, getragen von folgenden Abteilungsleitern: Fußball - Walter Harder; Handball - Manfred Schwarz; Boxen - Herr Krüger; Judo - Gerhard Keller; Leichtathletik - Ernst Ferstl; Schwimmen - Walter Krause; Tischtennis - Manfred Schwarz; Frauen - Christa Krüger; Mädchen - Frau Wicek.

Das Vorhandensein eines Sportplatzes begünstigte natürlich die Hand- und Fußballsparte, so dass schon bald für jede dieser Sportarten 4 Mannschaften gemeldet werden konnten. Da eine Umkleidekabine nicht vorhanden war, mussten sich unsere Sportler im nahegelegenen Bahnhofsgebäude in einem nicht mehr benötigten Gepäckraum umziehen, später wurde auf dem Sportplatzgelände ein kleines Holzhäuschen errichtet. Duschen oder sanitäre Anlagen gab es schlichtweg nicht, aber immerhin eine Schwengelpumpe im Hofplatz. Die zunächst stark frequentierte Leichtathletikgruppe wurde nach dem Zuschütten der provisorischen Sprunggrube ziemlich schnell aufgelöst, dafür entstand unter der Leitung von Christa Krüger eine Gymnastikgruppe, die überwiegend mit Reifen und Keulen arbeitete. Zu jeder Übungsstunde wurden damals die benötigten Sportgeräte von der Schule zum Sportplatz zu Fuß oder per Rad befördert. Bei schlechtem Wetter oder vor Aufführungen – z.B. zum Schulfest – stand der Saal des Hotels „Grüner Wald“ zur Verfügung, wo man dann auch die Möglichkeit musikalischer Begleitung hatte. Schwieriger gestalteten sich die Trainingsmöglichkeiten der übrigen Sparten: Die Schwimmer hatten die Erlaubnis der Stadt Barmstedt, die damalige Badeanstalt „Großendorfer Straße“ in Barmstedt mitzubenutzen. Tischtennis wurde im Pavillon des Hotels „Grüner Wald“ Ecke Haupt-/Bahnhofstraße gespielt, die übrigen Sportarten wurden in den Räumen der Grundschule ausgeübt.

Trotz dieser schwierigen Verhältnisse wurden von den VSV-Sportlern viele Siege errungen und gute Platzierungen erzielt. Die Fußballer – u.a. Kurt Kallies, Kalli Voß, Bubi Sommer, Rolf Neuberger, Siegfried Hagenstein, Klaus Bergmann, Dieter Schremmer, Ernst-August Weich, Werner Siemsen, Joh. Grentzenberg, Heinz und Adolf Witt, Hans Weihrauch, Günter Behrwald, Erwin Bein, H. Trojahn, Rudolf Laß, P. Marx, Walter Harder, Karlchen Krause, Ewald Boldt, Hans Reumann, Günter Marquardt, Armin Matejka, Willi Harder - arbeiteten sich immerhin in ihrer Staffel, der Kreisklasse VI, in der Saison 1955/56 auf den dritten Tabellenplatz hinter VfL Pinneberg und TuS Sparrieshoop vor. Besonders erfolgreich war die Handball-Schülermannschaft, u.a. mit Gerd Wohlt, Heinz Eggert, Günter und Jürgen Kowalski, Ernie Müller, Jens Lindemann, Karl-Heinz Strunk, Werner Engler, Holger Wolters, Uwe Holtz, Hermann Schalupski, Helmut Kielau, Siegfried Müller, Dirk Feldmann, Lutz Frankenberg und Wilfried Lehmann, die durch den großen Einsatz ihres Trainers Manfred Schwarz im Jahr 1954 die Hamburger Vizemeisterschaft errang.

Ein ganz besonderes Ereignis waren sicherlich zwei von Christa Krüger organisierte 14-tägige Freizeitfahrten in den Harz für die Jugendlichen im Sommer 1952 und 1953. Nach Bahnanreise wanderte die Gruppe von Jugendherberge zu Jugendherberge durch den Harz und versorgte sich überwiegend selbst. Doch auch die Fußballer reisten Ende der fünfziger Jahre auf Einladung mit dem Zug über Pfingsten Richtung Rostock und Stralsund, wo sie 2 Fußballspiele absolvierten, Unterbringung privat bei gastgebenden Vereinen.

Als dann die Vertriebenen seit dem Jahre 1955 zu einem großen Teil durch Erhalt von Arbeitsplätzen aus der Gemeinde fortzogen, sank die Mitgliederzahl des VSV merklich. Auch ein Vorstandswechsel im Juli 1959 – das Amt des 1. Vorsitzenden übernahm Walter Harder, 2. Vorsitzender wurde Armin Matejka, Kassenwart Günter Marquardt - konnte die Negativentwicklung nicht ändern. Der Anfang vom Ende kam für den VSV, als im Oktober 1960 durch Grundstücksverkauf der Sportplatz dem Verein nicht mehr zur Verfügung stand und somit der Punktspielbetrieb eingestellt werden musste. Hoffnungen auf eine Ersatzlösung durch die Gemeinde oder eine Sondergenehmigung des Fußballverbandes hielten eine restliche Fußballmannschaft zusammen, die als reine „Reisemannschaft“ in den Umlandgemeinden Freundschaftsspiele durchführte, wofür sie den kleinen VW-Bus der Firma Strunk nutzen durfte. Bemühungen um eine Ersatzlösung waren vergebens, so dass im Herbst 1961 der damalige 1. Vorsitzende Matejka den VSV nun auch beim Fußballverband Hamburg abmelden und damit in einen ungewollten „Winterschlaf“ schicken musste.

 
 
Die Wiedergründung (1977 - 1978)
 

Als dann im Mai 1977 die Feuerwehr der Gemeinde Bokholt-Hanredder ihr 50-jähriges Jubiläum feierte und als Programmpunkt u.a. am Himmelfahrtstag ein Fußballspiel zwischen der Feuerwehr und einer Gemeindeauswahl durchführen wollte, fanden sich sehr schnell Fußballer aus der Gemeinde zu einer Mannschaft zusammen, die dann dieses erste Spiel knapp mit 6:5 für sich entscheiden konnten. Die Freude am Fußballspielen war geweckt, und so wollten die Akteure nun weiterhin in ihrer Gemeinde Fußball spielen. Aus diesem Grunde hatten sie zu einer Versammlung bei Wöbcke in Offenau eingeladen, um alle fußballinteressierten Bürger der Gemeinde anzusprechen.

Eine falsche Pressemitteilung in der BZ, die von einer Gründung eines eigenen Sportvereins sprach, führte zunächst bei den Beteiligten zu einer gewissen Ratlosigkeit, doch dann machte man aus der Not eine Tugend und nahm auf der Bürgerversammlung vom 30.6.1977 die Gründung eines Sportvereins in Angriff.

Ein Sechsergremium übernahm intensive Vorbereitungen wie Befragung der Einwohner, Ausarbeitung einer Satzung, Gespräche mit anderen Vereinen, Sportverbänden und Sporttreibenden und lud dann zu einer Gründungsversammlung ins „Café Kruse“ am 25. Juli 1977, zu der dann doch nur enttäuschend wenige 48 Interessierte kamen. Diese erfuhren dann, dass bereits vor fast genau 25 Jahren ein Sportverein unter dem Namen „Voßlocher Sportverein“ mit damals 90 Mitgliedern gegründet worden war, der dann aber aufgrund sinkender Mitgliederzahlen im Jahre 1961 eingeschlafen sei.

47 Gründungsmitglieder des neuen Sportvereins legten als neue Sparten zunächst Gymnastik für jedermann, Tischtennis, Fußball und Kinderturnen fest, wofür Räumlichkeiten in der Schule zur Verfügung gestellt wurden. Bei den anschließenden Wahlen wurde das Sechsergremium wie folgt in den Vorstand des jungen Vereins einstimmig gewählt: 1. Vorsitzender wurde Hans-Joachim Steinhoff, 2. Vorsitzender Heinz Zunker, Kassierer Max Kuschert, Schriftführer Walter Finck, Jugendausschussleiter Joachim Zunker. Die Mitgliedsbeiträge wurden auf 3,-- DM für Erwachsene und 1,-- DM für Kinder und Jugendliche festgelegt.

Differenzen gab es bei den Anwesenden bei der Namensgebung des Vereins. Nach einer Abstimmung durch „Hammelsprung“ setzte sich dann knapp der schon 1952 gefundene Name „Voßlocher Sportverein“ gegenüber dem Vorschlag „Sportverein Bokholt-Hanredder“ aufgrund der langen und guten Tradition des ursprünglichen Vereins durch. Der neue Vorsitzende Steinhoff sprach den Wunsch aus, dass sich der jetzt wiedergegründete Verein des alten Namens würdig erweise und an die sportlichen Erfolge seines Vorgängers anschließen möge und dankte der Gemeindevertretung, vertreten durch Bürgermeister Hartmut Pagenkopf, für die zugesagte Unterstützung räumlicher und finanzieller Art und führte aus: „Um die aktiven Sportler in unserer Gemeinde nicht an fremde Vereine zu verlieren, war die Gründung eines eigenen Vereins unbedingt erforderlich, außerdem können wir nur mit einem eigenen Sportverein Kreis- und Landesmittel zum Ausbau von Sportstätten in Anspruch nehmen.“

Die ersten sportlichen Aktivitäten wurden umgehend in Angriff genommen, denn schon am 1. August 1977 wurde der erste Tischtennis-Abend durchgeführt, der aufgrund des großen Andranges schon eine Woche später zu einer Aufteilung in zwei Gruppen - Jugendliche bis 16 Jahre und Erwachsene - mit je zwei Trainingsstunden hintereinander führte. Auch das Turnen für Kinder im Vorschulalter unter der Leitung von Gabriele Sanchez wurde im August in der Schule aufgenommen. Natürlich war das „Bolzen“ am neuen Feuerwehrgerätehaus donnerstags ab 18.30 Uhr bereits fester Bestandteil der Aktivitäten, die Trainingsleitung übernahm Dirk Witt.

Diese Wiederanfänge der „kleinsten Sportfamilie im Kreis Pinneberg“ waren nur möglich durch unglaublichen Elan und Einsatzbereitschaft aller Beteiligten, denn vor jedem Training mussten in der Schule erst einmal die Tische und Stühle beiseitegeräumt werden. Danach geschah dasselbe in umgekehrter Reihenfolge, damit die Grundschüler am nächsten Tag normal ihren Schultag beginnen konnten.

Auch die Fußballer standen vor dem Problem, dass es zwar eine Fußballabteilung gab, jedoch auf einem Platz gekickt werden musste, der einer gemähten Wiese glich, auf der vor kurzem wirklich noch Kühe weideten, so dass im Grunde eher eine „Feierabend-Bolzerei“ nur möglich war, im Winter mussten auch sie in der Schule mit einem Softball kicken. Auch die Notlösung des „Platzes Westerfeld“, die regelmäßig vor dem Beginn des Fußballspielens das Aufsammeln größerer Steine erforderlich machte, ließ keinen normalen Spielbetrieb zu, so dass man für Freundschaftsspiele auf Großzügigkeit anderer Vereine wie Lutzhorn, Barmstedt und Elmshorn, angewiesen war. „Prinzip Hoffnung“ und Durchhaltevermögen waren gefragt. Immerhin wurde seitens der Gemeinde an den Bau einer Sporthalle frühestens im Jahr 1980 gedacht, ein Antrag des VSV-Vorstandes für die Schaffung eines Sportplatzes lag auch bereits vor.

Trotzdem freuten sich schon im Oktober 1977 schon immerhin 71 VSV-Mitglieder auf das Rückspiel gegen die Feuerwehr-Elf, das anlässlich der Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses ausgetragen wurde und mit immerhin 4:1 für die VSV-Kicker endete. Das gute Verhältnis zur Feuerwehr ermöglichte dann auch die erste Weihnachtsfeier des VSV im festlich hergerichteten Gerätehaus , an der von zwischenzeitlich 86 Mitgliedern des Vereins 75 Personen teilnahmen. Bei einer Schlittenfahrt im Januar 1978 durch den Voßlocher Wald, unterstützt durch Lescows Pferd „Fanny“, mit anschließendem Punschumtrunk zum Aufwärmen war die Beteiligung ähnlich hoch. Im Januar 1978 nahm der VSV als vierte Disziplin Damengymnastik in sein Programm auf, das Fußballtraining wurde auf den Sonntag verlegt, außerdem wurde ein Lauftraining für Interessierte einmal wöchentlich angeboten.

Mittlerweile nahmen sich in der Gemeinde anlässlich der bevorstehenden Wahlen alle Parteien des Problems der Sportanlagen mit Forderungen nach der Errichtung eines Sportplatzes neben der Schule sowie Ausbau eines Gemeinde- und Sportzentrums an. Der VSV entwickelte sich zum Gesprächsstoff in unserer Gemeinde.

Die erste Jahreshauptversammlung des VSV führte zu einem Wechsel im Vorstand. Den Posten des 2. Vorsitzenden übernahm Heinz Wolff, dafür wechselte Heinz Zunker in den Ausschuss „Sportstättenbau“, weitere Mitglieder dieses Ausschusses, in den große Hoffnungen gesetzt wurden, waren Gerhard Wohlt und Henri Wiebicke. Es wurde festgestellt, dass der VSV nun als eingetragener Verein gelte und zwischenzeitlich dem Kreis- und Landessportverband angeschlossen sei. Ein Festausschuss wurde gewählt, denn in dieser Zeit der sportlichen Notlösungen waren Veranstaltungen wie Faschingsfest, Wanderungen, Fahrrad- oder Autorallye, Weihnachtsfeiern und Skatturniere für den Zusammenhalt der Mitglieder und Dorfbewohner unserer Gemeinde ein wichtiger Schwerpunkt. Ein großer Erfolg wurde im Mai 1978 die erste Fahrradrallye mit über 100 Teilnehmern unter Mitwirkung von DRK-Mitgliedern und der Leitung von Arnhold Neumann sowie des örtlichen Polizeibeamten Erich Pingel mit anschließendem Grillen und Schatzkistensuche für die Kinder.

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung im Juli 1978 führte zu einem erneuten Vorstandswechsel: Den Vorsitz übernahm Otto Maychrzak, ehemaliger Handballnationalspieler und unter dem Namen „Atom-Otto“ bestens bekannt, der dann auch die Damengymnastikgruppe leitete, die ebenfalls in der Schule trainierte. Zum 2. Vorsitzenden wurde Klaus Junghans gewählt, die Leitung des Jugendausschusses wechselte an Peter Zielke. Schon ein Jahr später, also im August 1979, übernahm Werner Brand das Amt des 1. Vorsitzenden, der durch seine Fachkenntnisse vor allem im Fußballbereich den Verein in den nächsten Jahren wesentlich voranbrachte. Peter Zielke übernahm von Max Kuschert das Amt des Kassenwartes, Gerhard Wohlt wurde für Peter Zielke Leiter des Jugendausschusses. Dieser relativ häufige Wechsel im Vorstand mag verdeutlichen, wie schwierig, nerven- und zeitraubend die Vorstandsarbeit in den ersten Jahren des Wiederaufbaus war.

 
 
Der VSV im Wachstum (1979 - 2002)
 

Mit der Fertigstellung der Sportplatzanlagen 1979/80 und der Mehrzweckhalle 1981, die dann in Anwesenheit des damaligen Ministerpräsidenten Gerhard Stoltenberg am 2. März 1982 feierlich eingeweiht wurde, verbesserten sich die sportlichen Angebote und Möglichkeiten des VSV und dadurch auch die Mitgliederzahlen grundlegend. Neue Abteilungen wie Badminton, Sen. Gymnastik der Damen sowie Sport für jedermann der Herren wurden eröffnet. Trotz der finanziellen Unterstützung durch die Gemeinde war allerdings auch weiterhin aktive Eigenleistung immer wieder gefragt. So wurde die Flutlichtanlage überwiegend von der Fußballabteilung unter Leitung von Gerd Wohlt erstellt.

Rechtzeitig zur Feier des 30-jährigen Vereinsjubiläums im Jahr 1982, an der alle bisherigen Vorsitzenden des VSV teilnehmen konnten, waren alle Außenanlagen um die Mehrzweckhalle herum fertig und für den Spielbetrieb voll nutzbar – das Großfeld als wunderschöner Rasenplatz und das Kleinfeld geeignet für Tennis, Basketball u.ä.

Besonderen Anteil am „Aufstieg“ hatte die im Jahre 1985 zur 2. Vorsitzenden gewählte Antje Mohr, die in besonderem Umfang durch zahlreiche Lehrgänge den Gesundheitssport - Ball-Stik, Konditionstraining, Rückenaufbaugymnastik usw. – im VSV etabliert und neue Sparten aufgebaut hat und auch die Tanzabteilung ins Leben rief. Auch die Planung und Durchführung unzähliger Festivitäten und Ausfahrten wurden von ihr mit unglaublichem Einsatz übernommen.

Von Sören Mohr wurde eine Volleyballgruppe gegründet, die bis 1998 existierte. Im Jahr 1992 wurde dann das 40-jährige Jubiläum des VSV ganz groß gefeiert, das ganze Dorf machte beim „Spiel ohne Grenzen“ und beim übrigen ganztätigen Festprogramm mit, hervorragend vorbereitet vom damaligen Vorstand - 1. Vorsitzender Werner Brand, 2. Vorsitzende Antje Mohr, 1. Kassenwartin Andrea Küster, 1. Schriftwart Rüdiger Heinrich, 1. Jugendwart Gerd Nebel, 2. Kassenwartin Annelene Maaß-Hell, 2. Schriftführerin Sieglinde Nießner, 2. Jugendwart Max Kuschert.

1993 wurde Wolfgang Mohr zum 1. Vorsitzenden gewählt, Werner Brand wurde für seinen unermüdlichen Einsatz in 14-jähriger Vorstandsarbeit zum Ehrenvorsitzenden ernannt, 2. Vorsitzender wurde Wolfgang Schmidt, das Amt der 1. Schriftwartin übernahm Sieglinde Nießner, 1. Jugendwart wurde Sören Mohr.

Durch die Erweiterung des Sportangebotes wurde es immer problematischer, allen Abteilungen bei Erstellung des Hallennutzungsplans gerecht zu werden. Seit August 1995 wurden von Antje Mohr Kurse für Callanetics und Beckenboden angeboten, unterstützt wurde sie dabei von Christa Dau. Im Oktober 1996 wurde eine Gymnastikgruppe für Männer sen. Eingerichtet. Für alle Angebote, die von Antje Mohr geleitet werden, ist der Voßlocher SV seit 1997 mit dem Prädikat „Pluspunkt Gesundheit“ und zusätzlich seit 2001 mit dem Qualitätssiegel „Sport pro Gesundheit“ ausgezeichnet worden. Hohe Ausbildungsforderungen in „Sport in der Prävention“ und permanente Fortbildungen der Übungsleiter sind Kriterien dafür, dass der Verein diese Gütesiegel erhält. Auch die inhaltliche Qualität der Angebote wird überprüft.

Der Mangel an Umkleide- und Duschmöglichkeiten für unsere Fußballer war der Auslöser einer Planung für einen Anbau. 1994 auf der Jahreshauptversammlung wurde beschlossen, einen Anbau mit Dusch- und Umkleideräumen sowie einen kleinen Gymnastikraum zu errichten. Wolfgang Mohr verteilte ein Schreiben an die Vereinsmitglieder, in dem er um Unterstützung bat. Freiwillige Helfer und Mitglieder, die Werkzeug und andere Arbeitsgeräte zur Verfügung stellen, wurden gesucht und gefunden. Im September 1994 wurden die ersten Arbeiten aufgenommen. Im Oktober begannen die Maurer- und Betonarbeiten. Im November wurde der Dachstuhl von VSV-Helfern errichtet, der Hauptverantwortliche bei dieser Aktion war Erhard Wiebicke. Am 12.11.1994 wurde Richtfest gefeiert. Bei kaltem Regenwetter wurden die Dachrinnen angebracht, wobei der VSV große fachmännische Unterstützung von Andreas Kaczmarek bekam.

Noch vor Wintereinbruch wurde das Dach von VSV-Mitgliedern gedeckt, so konnten während des Winters die Innenarbeiten gemacht werden. Wochenende für Wochenende, sogar an hohen Feiertagen, wurde gearbeitet. Etwa 50 Mitglieder haben während der Bauphase mitgeholfen, dennoch gab es einen so genannten harten Kern von Aktiven, die mit ihrer Arbeitskraft fast jedes Wochenende und teilweise in der Woche zur Verfügung standen. Erhard Wiebicke, Ralf Kröger, Wolfgang und Antje Mohr, Wolfgang Schmidt, Gerd Nebel, Max Kuschert, Uwe Skerswetat, Peter Sägebarth, Wilfried Wenske und Kurt Schönfeldt waren vom ersten bis zum letzten Tag unermüdlich dabei und haben 40 bis teilweise über 300 Stunden ehrenamtlich geleistet. Insgesamt wurden ca. 2500 Stunden Eigenleistung erbracht.

Am 23. Juni 1995 wurde der insgesamt 170 Quadratmeter große Anbau mit einer offiziellen Feierstunde eingeweiht. Für die zahlreichen Helfer gab es ein „Dankeschönessen“ und für die besonders Fleißigen kleine Präsente.

Bei den Vorstandswahlen 1996 übernahm Andrea Kröger das Amt der 1. Kassenwartin, Gaby Kisse wurde 1. Jugendwartin. Besonderen Anklang fanden die in der kleinen Halle neu angebotenen Step-Aerobic- und Callanetics-Kurse unter Leitung von Sandra Zeug, Antje Mohr und Christa Dau.

Im Sommer 1997 wurde anlässlich des 45-jährigen Bestehens des VSV ein „Tag der offenen Tür“ veranstaltet, wobei sich fast alle Sportarten unter reger Beteiligung der Bevölkerung vorstellten und zum Mitmachen animierten. Besonderen Anklang fanden die in der kleinen Halle neu angebotenen Step-Aerobic- und Callanetics-Kurse unter Leitung von Sandra Zeug und Antje Mohr.

Im Jahr 1999 wurde Arnhold Neumann zum 2. Vorsitzenden gewählt, Maike Bornholdt wurde 1. Jugendwartin. Alle übrigen 1993 gewählten Vorstandsmitglieder blieben bis heute in ihren Ämtern.

Im Jubiläumsjahr 2002 zählt unser VSV mit seinen 734 Mitgliedern schon nicht mehr zu den kleinen Vereinen im Kreis Pinneberg, sondern ist zwischenzeitlich durch Auftritte einzelner Sparten – vor allem der Ball-Stik-Gruppe – weit über seine Grenzen hinaus eine bekannte Größe.

Seit 1977 gehörten außer den jeweiligen Vorsitzenden folgende Personen den Vorständen an: Heinz Zunker, Joachim Zunker, Walter Finck, Heinz Wolf, Max Kuschert, Klaus Junghans, Peter Zielke, Gerhard Wohlt, Maren Langmaack, Hans-Heinrich Reumann, Jürgen Schulz, Benno Hoff, Eckhard Klose, Dieter Meyn, Antje Mohr, Annelene Maaß-Hell, Andrea Küster, Gerd Nebel, Sören Mohr, Rüdiger Heinrich, Sieglinde Nießner, Jörg Vollstedt, Wolfgang Schmidt, Andrea Kröger, Gaby Kisse, Claas Hofmann, Arnhold Neumann. Sollte jemand vergessen worden sein, so ist das bestimmt unbeabsichtigt.

Im Laufe der Vereinsgeschichte wurden folgende Mitglieder für ihren besonderen Einsatz im Voßlocher Sportverein zu Ehrenmitgliedern ernannt: Werner Brand – Ehrenvorsitzender, Henri Wiebicke, Walter Finck und Antje Mohr.

Allen Genannten und den vielen ungenannten Vereinsmitgliedern sei an dieser Stelle Dank gesagt für ihre ehrenamtliche Tätigkeit und ihre Einsatzbereitschaft in den letzten 50 Jahren. Sie haben alle, jeder nach seinem persönlichen Einsatz, einen Anteil daran, dass unser VSV zu dem werden konnte, was er heute ist – der größte aktive Verein in unserer Gemeinde, der aus dem Gemeinschaftsleben in Bokholt-Hanredder nicht mehr wegzudenken ist.

Für die Zukunft hofft der Vorstand auf die weitere Bereitschaft vieler Ehrenamtlicher und wünscht allen Mitgliedern viel Freude und Erfolg im nun 50-jährigen Voßlocher Sportverein.

 
 
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Der Vorstandsvorsitzende